Akupunktur normalisiert die Lebensenergie

Die beiden Heilpraktikerinnen und Physiotherapeutinnen Heike Weiß und Elisabeth Traut haben im Dezember 2013 erfolgreich die Abschlussprüfung in Traditioneller chinesischer Medizin mit Schwerpunkt Akupunktur absolviert. Nach 320 Unterrichtsstunden, sowie Ambulatorien, haben sie vor chinesischen Ärzten ihr Können zur jahrtausendealten traditionellen chinesischen Behandlungsmethode erfolgreich unter Beweis gestellt. Ob Nackensteife, Arthrose oder Tennisarm – auch bei vielen orthopädischen Krankheitsbildern kann die Akupunktur mit Erfolg eingesetzt werden. „Die Reizung von Akupunkturpunkten durch Nadeln ist wohl die älteste Heilmethode der Welt“, sagt Heike Weiß. „Archäologische Funde in China lassen vermuten, dass die Akupunktur dort schon im 3. Jahrtausend v. Chr. etabliert war.“

Therapie durch gezielte NadelsticheSeit den 1970er Jahren ist die Akupunktur in der westlichen Welt bekannt(er) geworden, seit rund 3000 Jahren schätzt man die Therapie mit den Nadeln in China als wirksame Hilfe bei Schmerzen, funktionellen und seelischen Erkrankungen, sowie zur Unterstützung des Immunsystems. Heutzutage hat auch die Schulmedizin die sanfte Heilkraft der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) anerkannt und in ihr Behandlungsspektrum aufgenommen. So werden bei zahlreichen Beschwerden fernöstliche Therapiemethoden mit den Therapiegepflogenheiten der westlichen Schulmedizin kombiniert.

TCM betrachtet die „Lebensenergie“

Während für die westlichen Mediziner Gesundheit und Therapieerfolge messbar sein müssen – was sich beispielsweise in der Bestimmung des Cholesterinwerts und des Blutdrucks oder in der Ableitung eines EKGs zeigt – wird Gesundheit aus chinesischer Sicht von der Lebensenergie „Qi“ bestimmt. Sie strömt auf Energiebahnen, den Meridianen, durch den Körper und berührt an ca. 700 Punkten die Hautoberfläche. Fließt diese „Qi“-Energie harmonisch, ist der Mensch gesund. Kommt es allerdings aufgrund von äußeren oder inneren Faktoren zu Störungen des „Qi“-Flusses, entstehen Beschwerden.

TCM erkundet ganzheitliche „Muster“

In der TCM untersucht der Therapeut nicht eine einzelne Krankheit oder Ursache, sondern es werden alle Beschwerden und Eigenschaften eines Patienten zu einem „Muster“ (Disharmonie Muster) zusammengefügt. Als Untersuchungsmethoden dienen dabei die Inspektion (Betrachtung), die Befragung, die Palpation (Tasten), das Riechen und Hören, sowie die Zungen- und Pulsdiagnostik.

Energiefluss wieder normalisieren

Das Ziel aller therapeutischen Maßnahmen in der TCM ist es, den gestörten Energiefluss zu normalisieren. Das soll gelingen, in dem die auf den Meridianen liegenden Punkte mit Hilfe feinster Nadeln behutsam reguliert werden, was zu einer Anregung der Selbstheilungskräfte führen soll. Jeder dieser Punkte steht in Verbindung mit einem bestimmten Funktionskreis (z. B. Niere/Blase) und hat eine genaue definierte therapeutische Wirkung. Deshalb wählen die Therapeuten individuell verschiedene Punkte aus, die zum jeweiligen Disharmonie Muster oder Beschwerdebild des Patienten passen.